Metal is passion and not fashion!?

Immer wieder lese ich Hasskommentare unter Bildern, wo ein ansehnliches Mädel ein cooles Bandshirt trägt und dabei nicht wie eine typische bierdurchtränkte Wallküre von Mannhausen aussieht. Kommentare wie: „Die hat das Shirt doch bei H&M gekauft und weiß nicht mal, dass es eine Band ist!“ oder „Ich wette die könnte nicht einen einzigen Song der Band benennen!“ sind dabei noch recht harmlos.
Ich gebe zu, dass dies auch gelegentlich zutrifft und in dem Falle sind die Kommentare auch durchaus berechtigt. Aber man sollte diese Meinung nicht gleich auf alle anwenden!

Ein ganz besonderer Schlaumeier

Bestes Beispiel: eines meiner Bilder wurde bei einer größeren Metalhead Gruppe hier auf Instagram geteilt. Das Bild hatte eine gute Reichweite und demnach auch viele Kommentare. Doch die Kommentare polarisierten extrem stark. Nach der gefühlt 10ten Bemerkung darüber, dass ich doch eh kein Plan von der Materie hätte, juckte es mir nur so unter den Fingern mich einzuschalten. Höflich wie ich bin, habe ich mir 1-2 solch schlauen Kommentatoren ausgesucht und sie sogleich herausgefordert.
„Wetten du kannst weniger Underground BM Bands nennen als ich?!“ Die Frage bzw. Aufforderung habe ich mit Absicht so formuliert. Ich wollte damit nicht dem Trueness Faktor bei pflegen, sondern lediglich dafür sorgen, dass Onkel Google dabei einem nicht helfen könnte.
Ergebnis dieser kleiner Racheaktion war, dass der Mr. Ach-So-Schlau mit Bands um die Ecke kam wie „Sepultura“, „SODOM“ und „Kreator“. Nichts gegen die drei genannten Bands, von denen ich zwei zu meinen Lieblingsbands zähle, aber diese sind weder im Black Metalbereich unterwegs, noch kommen sie aus der Underground Ecke. Auf meinen Hinweis dazu hin hat der gute Schlaumensch gemeint er hätte es ja nur so geschrieben um zu sehen ob ich es auch erkenne…


Metalszene – eine reine Männerdomäne?

Wirklich?! Ich meine, klar, die Metalszene ist nach wie vor eine starke Männerdomäne, aber darüber zu debattieren ob Frauen da eine Ahnung von hätten ist in etwa genau so sinnvoll und berechtigt wie einen männlichen Koch zu belächeln.
Ist es nicht völlig egal ob man Männlein oder Weiblein ist, mit einem pinken Schicki-Micki Anzug, einem halbzerstörten Shirt, einer Metalkutte mit Glitzersternchen oder in halbtransparentes Netz-Gedöns mit einem Band-Patch gekleidet ist? Wichtig ist doch nur, dass man die Musik mag!

Und zu dem Spruch: „Metal is passion and not fashion.“
Hmmmm was zur Hölle tragen denn die Metalheads auf den Körpern? Wieso schmücken wir uns dann mit Nieten, zahlen Geld für Bandmerch und behandeln unsere Kutten wie Heiligtümer?
Sicher ist es kein Haute Couture, aber es ist dennoch eine Mode. Zwar legt nicht jeder Wert darauf was genau er/sie trägt und wie das in Kombination aussieht, aber dennoch ist es das was es ist: ein Modestil.

Also bitte liebe Kinder! Rennt nicht so engstirnig durch die Gegend und habt ein bisschen Toleranz übrig für Andere Geschöpfe.
Eure Alissa

P.S. alle abgebildeten Designerstücke sind aus der Hand von Marcus Kauth.

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